MS Amadeus Royal: Zur Tulpenblüte nach Holland und Belgien

Ein Reisebericht von Constanze Neumeier (FN-Reisen)

Die Leserreise startete mit einem Sonderzustieg für die Gäste des „Mannheimer Morgens“ und der „Fränkischen Nachrichten“ bei bestem Wetter in Mannheim. Die gesamte Strecke ist geprägt durch Naturschutzgebiete, Industriezonen und beeindruckende Städte.

Die »Amadeus Royal« ist ein schönes, elegant eingerichtetes, 2015 renoviertes Flusskreuzfahrtschiff mit einer maximalen Passagieranzahl von 142 Gästen. Die Kabinen sind großzügig und geschmackvoll eingerichtet. Zu den Annehmlichkeiten gehören unter anderem ein Restaurant mit Panoramafenstern, die Panoramalounge, der Amadeus Club und ein Sonnendeck. Das Schiff lädt zum Entspannen und Genießen in angenehmer Atmosphäre ein. Der Service und das Essen waren hervorragend.

In der Panoramalounge konnte man nachmittags bei Kaffee und Kuchen und klassischer Musik die Seele baumeln lassen und die vorbeiziehende Landschaft genießen. Abends unterhielt das Gesangs Duo mit Melodien aus den verschiedensten Musikrichtungen die Gäste in der Panoramalounge. In einer gemütlichen Atmosphäre konnte man hier bei einem Getränk seiner Wahl den Abend ausklingen lassen.

Der Rhein heißt hinter der holländischen Grenze Waal. Er wechselt bis zur Mündung mehrmals den Namen und teilt sich später in mehrere Flussarme auf. Am zweiten Tag schlenderten die Gäste zusammen mit zwei Stadtführern vom Schiff aus am Rhein entlang unter der Hohenzollern Brücke durch, vorbei an den Reiterstandbildern von Kaiser Friedrich III und Kaiser Wilhelm II zur Kölner Philharmonie und dem Museum Ludwig zur Domplatte mit dem Wahrzeichen Kölns, dem Kölner Dom. Unter dem Motto: mer losse d‘r Dom en Kölle verließen wir am Nachmittag die viertgrößte Stadt Deutschlands.

Auf dem Weg nach Hoorn passierten wir unter anderem die Städte Düsseldorf, Duisburg und Amsterdam. Über das Markermeer und dem Ijsselmeer erreichten wir nachmittags Hoorn. Hoorn war die Hauptstadt des alten Westfrieslands und stieg im 16. Jh. zum wichtigsten Hafen an der Zuiderzee auf. Die vielen wunderschönen Kaufmannshäuser zeugen von einer bedeutenden Rolle Hoorns in dem goldenen Zeitalter der Ostindien und Westindien Kompanie.

Am Abend erreichten wir Amsterdam und erlebten ein weiteres Highlight der Reise. Während des Sonnenuntergangs fuhren wir mit einem der Grachtenboote mit Glasdach durch einige der wunderschön beleuchteten Grachten und konnten rechts und links die Handelshäuser bestaunen. In Amsterdam soll es 1500 kleine und große Brücken geben. Die Stadt ist eine Mischung der verschiedensten Kulturen. Amsterdam ist auch für seine Vielfalt an Museen bekannt. Unter anderem dem Van Gogh Museum, dem Rijksmuseum, dem Schifffahrtsmuseum und dem Anne-Frank-Haus um nur einige zu nennen.

Der Keukenhof ist mit 32 ha der größte Blumenpark der Welt. Der prachtvolle Park, der jedes Frühjahr mit 800 Tulpensorten, Hyazinthen und Narzissen ca. 800000 Zuschauer anlockt, diente ursprünglich im 15. Jh. der Gräfin Jacoba von Beieren als Küchengarten. Hollands Tulpenzüchter legten 1949 den Park an. Wo man hinschaut sieht man wunderschön angelegte Beete und Kombinationen aus den verschiedensten Blumen. Jedes Jahr gibt es ein neues Motto, nach dem die Blumen kunstvoll gesetzt werden.

Von Rotterdam aus unternahmen wir einen Ausflug nach Den Haag und Delft. In Den Haag befindet sich der Sitz der niederländischen Regierung, die Residenz der Königsfamilie und einige internationale Institutionen wie den Gerichtshof. Im gräflichen Schloss tagt das niederländische Parlament. In der Altstadt spürt man den königlichen Charme. In der Fußgängerzone hängen über den Straßen überall Kronen. 

Delft ist eine wunderschöne holländische Kleinstadt und bietet einen attraktiven Kontrast zum modernen Rotterdam. Delft kam im 13. Jahrhundert dank der Teppichweberei zu Reichtum. Seit dem 17. Jh. ist Delft für seine Porzellanmanufaktur berühmt. Die blauweiße Delfter Ware ist noch heute weltweit bekannt.

Rotterdam ist ganz anders als Amsterdam. Im Stadtzentrum sieht man den Kontrast zwischen modernen Gebäuden und einigen historischen Baudenkmälern, die den Krieg überstanden haben. Ein Highlight ist die hufeisenförmige Markthalle im Herzen Rotterdams. Die Decke ist fantasievoll bemalt, und wo man hinschaut gibt es Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Durch eine dehnbare Glasfassade ist die Markthal gegen Sturm gesichert. Rotterdam ist eine sehr quirlige Stadt und besitzt den Spitznamen: Manhattan des Nordens. Eine Hafenrundfahrt durch den größten Hafens Europas ist ein Muss.

Der große Markt im Zentrum von Brüssel gilt als das Herzstück Brüssels. Er ist einer der schönsten Plätze der Welt. Die Architektur mit gotischen und barocken Stilelementen geht auf den Wiederaufbau nach 1695 zurück. Viele der engen Gassen sind mittlerweile Fußgängerzone, in den prachtvollen Renaissancehäusern befinden sich nun Restaurant und Künstlerwerkstätten. Brüssel ist unter anderem auch für das Atomium, das Europaquartier mit dem Parlament bekannt. Aber der wahre Grund, warum man unbedingt nach Brüssel sollte sind die wohlschmeckenden Brüsseler Waffeln in den unterschiedlichsten Variationen. In den zahlreichen Geschäften kann man die Kunstwerke aus Pralinen und die Brüsseler Spitze bestaunen.

Auch in Gent sind die Gildehäuser, die teilweise aus dem 16. Jh. sind, architektonische Juwelen in überbordender Gotik. Der historische Altstadtkern mit der Pracht der Gotik und Renaissance wurde sorgfältig restauriert. Den schönsten Blick auf den alten Hafen hat man von der Brücke St. Micielsplein. Natürlich darf das belgische Bier nicht fehlen. In den vielen Cafés und Restaurants kann man das beliebte Getränk in allen Variationen genießen.

Antwerpen ist für seine Diamantenschleifereien bekannt und gilt als bedeutender Handelsort für die Hochkaräter. Die Stadt war im 15. und 16. Jahrhundert eine der größten Metropolen der Welt und zweitweise eine der wichtigsten Handelsmetropolen Europas. Antwerpen war auch ein kulturelles Zentrum und Wirkungsstätte von Künstlern wie Rubens. Antwerpen hat einen weitgehend erhaltenen historischen Stadtkern. Man findet Gebäude aus dem Spätmittelalter, der Renaissance, dem Barock des Jugendstils und des Art déco.

Der letzte Halt war Nijmegen. Sie ist die einzige Hügelstadt der Niederlande und liegt an der Waal. Bei einer interessanten Stadtführung zeigte der Guide uns unter anderem den groten Markt mit dem beeindruckenden Gebäude „ die Waag“. In der gotisch erbauten St. Stevenskerk brachte der Stadtführer sogar ein kleines Ständchen. Die Akkustik ist beeindruckend.

Die Reise war wunderschön und sehr abwechslungsreich. Holland und Belgien ist jederzeit wieder eine Reise wert.

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